MOBILE TWA

MOBILE WASSERAUFBEREITUNG

VERUNREINIGUNGEN VON WASSERGEWINNUNGSSTELLEN

MTA Messtechnik ist mit seinem Dienstleistungs- und Produktangebot unter anderem in UNO Projekten in 52 Ländern weltweit tätig und häufig mit Problemen der Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit konfrontiert.

In Not- und Krisenfällen, ausgelöst durch Erdbeben, Überschwemmungen oder andere außergewöhnliche Ereignisse, wird die Trinkwasserversorgung letztlich zur Frage über Leben und Tod.

Diese Erfahrungen und die Anregung eines unserer Kunden, einem chilenischen Wasserversorgungsunternehmen, lieferten schlussendlich den entscheidenden Impuls, ein Gemeinschaftsprojekt österreichischer und Schweizer Hersteller zu initiieren und eine mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage für den Österreichischen Katastrophenschutz zu entwickeln.

SAUBERES
TRINKWASSER

Jederzeit und überall verfügbar – Das ist bei weitem nicht nur für Länder mit generell mangelhafter Wasserversorgung ein lebenswichtiges Thema.

Temporäre Ereignisse, wie länger anhaltend starke Regenfälle oder große Schmelzwassermengen im Frühjahr, können auch in unseren Breiten durchaus für Bedingungen sorgen, unter denen die permanente Bereitstellung von einwandfreiem Trinkwasser nicht ohne weiteres flächendeckend gewährleistet werden kann.

Von daher erscheint es sinnvoll, auch national mobile Trinkwasseraufbereitungsanlagen vorzuhalten, um derartigen Ausnahmesituationen rasch und erfolgreich zu begegnen.

ANLAGENBAUWEISE

 TWA 50

Bis 50m³/h im Anhänger

TWA 100

50 – 100m³/h im Norm-Stahlcontainer

Individuelle Planung und Bauweise nach Ihren Wünschen und Anforderungen!

SENSORTECHNIK

  • Wasserzähler
  • Drucktransmitter
  • Trübungsmessung
  • Temperaturmessung
  • Redox-Sensor
  • Leitfähigkeitsmessung
  • WCS – Water Control Systems optional

TWA 50

TWA 100

Vom Rohwasser zum Trinkwasser

Die Anforderungen an eine derartige Anlage sind vielfältig und anspruchsvoll. Oberstes Projektziel war es, Rohwasser, sei es aus Flüssen, Seen oder Grundwasser, in Mengen bis zu 100m3 pro Stunde, von allen denkbaren Verunreinigungen so zu befreien und dem Konsumenten vor Ort verfügbar zu machen, dass es den gesetzlichen und abnehmerspezifischen Vorschriften genügt.

Die hierzu notwendigen Maßnahmen umfassen die Veränderung der physikalischen Eigenschaften und der chemischen Zusammensetzung des Wassers in einer Form, die die Konzentration von Mikroorganismen und anderer Stoffe in einem Ausmaß reduziert, dass die „… menschliche Gesundheit auch bei lebenslangem täglichem Verzehr“1 nicht gefährdet ist.

Neben der Wasserqualität ist ein weiteres entscheidendes Erfolgskriterium der Zeitrahmen, in dem die Versorgung für die Betroffenen wiederhergestellt werden kann.

Die WHO gibt bei „hohem Bedarf“ eine Trinkwasserbedarfsschätzung von etwa zwei Litern pro Tag für einen 60kg schweren Erwachsenen und von einem Liter für ein Kind mit 10kg Körpergewicht an.

Die Zeitspanne, wie lange ein Mensch ohne Flüssigkeitsaufnahme überleben kann, variiert, und ist von mehreren Faktoren abhängig. Für einen gesunden Erwachsenen wird diese in etwa drei bis vier Tage betragen. Für Kleinkinder oder kranke und geschwächte Personen kann sie auch deutlich geringer sein.

Modulare und mobile Bauweise

Zeit ist hier nicht mit Geld aufzuwiegen. Die rasche Einsatzbereitschaft einer Trinkwasseraufbereitungsanlage wird entscheidend von deren Transport an den Krisenort abhängen. Daher wurde deren Mobilität und Modularität besonders großes Augenmerk gewidmet.
Anlagen mit einer Kapazität bis zu 50m3 pro Stunde stehen als geländetaugliche Anhängerlösung zur Verfügung, größere, bis zu 100m3 werden in genormten ISO-Containern verbaut, die per LKW oder Lastenhubschrauber vor Ort geliefert werden können.
Flexibilität steht in jedem Fall im Vordergrund. So wird jede Anlage individuell gefertigt, exakt abgestimmt auf die jeweiligen Anforderungen des Kunden und ausschließlich ausgestattet mit Komponenten, die den Qualitätsstandards des ÖVGW und DVGW hinsichtlich Prüfung und Überwachung zum Einsatz im Trinkwasserbereich entsprechen.

Komponenten und Verfahren

Da eine Trinkwasseraufbereitungsanlage einsatzabhängig mit unterschiedlichen Wasserqualitäten befüllt wird, sind alle zum Einsatz gelangenden metallischen Werkstoffe beständig gegen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen und Korrosion.

Elementar ist die Stromversorgung der Trinkwasseraufbereitungsanlage, da im Einsatzfall nicht mit einer geregelten Netzverfügbarkeit gerechnet werden kann. So ist jede Anlage entweder mit einem Benzin- oder Dieselaggregat lieferbar, optional ist ein zusätzlicher Netzanschluss möglich, inklusive einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), um bei Störungen die Versorgung kritischer elektrischer Lasten sicherzustellen. Alle stromführenden Steckverbindungen erfüllen die Schutzklasse IP68.

Alle Pumpen zur Wasserzubringung sind elektrisch betrieben, die Anschlusselemente für Schlauchleitungen sind so angebracht, dass ein problemloses Öffnen des Moduls auch während des Betriebes möglich ist.

Die Anlage verfügt über ein System zur Wasserabgabe direkt ins Leitungssystem bzw. in Speicher (Tanks), mit und ohne Chlorierung.

Rückschlagventile bei Stillstand in der Wasserzuleitung und -ableitung sorgen für sicheren Betrieb auch im Falle einer ungeplanten Betriebsunterbrechung.

Ein elektronischer Wasserzähler dokumentiert die Abgabemengen an aufbereitetem Wasser.

Die mechanische Aufbereitung des Rohwassers beginnt mit dem Einsatz eines Grobfilters zur Entfernung ungelöster Feststoffe bis zu einer Größe von 0,5mm.

Der daran anschließende Feinfilter dient der Filtration von ungelösten Schwebstoffen. Je nach Anwendungsfall kommen Micro- oder Ultramicro-Filterkerzen zum Einsatz, deren bedienungsfreundlicher Verschluss einen zügigen Wechsel erlaubt, um die damit verbundene Betriebsunterbrechung möglichst kurz zu halten

Mittels Roh- und Reinwassermanometer bleibt der Druck stets unter Kontrolle.

Die UV-Desinfektionsanlage, die das Wasser zuverlässig und chemikalienfrei desinfiziert, nutzt die UV-C-Strahlung des Lichts mit einer Wellenlänge im Bereich von 240 bis 280nm. UV-C-Strahlung greift direkt die DNA von Keimen an, wobei der Zellkern so verändert wird, dass eine weitere Zellteilung unmöglich ist. Die beste Wirkung zur Inaktivierung von Mikroorganismen lässt sich mit UV-C-Licht der Wellenlänge 254nm erzielen.

Anschließend an die UV-Desinfektionsanlage besteht die Möglichkeit zur Desinfektion mittels Chlorierung, um die optimale Wasserqualität auch in Extremfällen, wie bei hohen Außentemperaturen, sicherzustellen und das gewonnene Trinkwasser bei Bedarf länger lagerfähig zu halten.

Sämtliche relevanten Parameter zur Ermittlung der Wasserqualität im Aufbereitungsprozess werden mittels Sensoren online gemessen und der Steuer- und Regeleinheit zugeführt. Zusätzlich sind im Prozessablauf Probenahmestellen vor und nach einem Filter- bzw. Desinfektionsmodul vorgesehen, um Wasserproben zur externen Überprüfung hinsichtlich Qualitätsparametern wie Trübung, Temperatur, Redoxspannung Leitfähigkeit usw. zu entnehmen.

Mit Hilfe der Steuereinheit lassen sich alle Grundfunktionen während des Betriebes überwachen und regulieren. Bei der Bedienbarkeit wurde besonderes Augenmerk auf eine benutzerfreundliche Handhabung unter erschwerten Bedingungen gelegt.

Ein weiteres Modul zur Fernüberwachung dynamischer Messwerte und statischer Zustandsabfragen erlaubt den Abruf der Messdaten mittels Webinterface in graphischer und tabellarischer Form. Bei Überschreitung individuell definierbarer Grenzwerte wird eine Alarmmeldung per SMS und/oder Email an den Controller versendet.

Die für den reibungslosen Betrieb erforderlichen Materialien werden mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage mitgeliefert. Sollte dennoch der Einsatz eines Technikers vor Ort notwendig werden, steht ein Bereitschaftsdienst rund um die Uhr zur Verfügung.

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