Ohne Gefälle gibt es keine funktionierende Abwasserentsorgung.
Durch Prüfung des Gefälles stellen Sie Ihre zuverlässige Abwasserentsorgung sicher.
Das LPMH - System dient zur Qualitätssicherung und Dokumentation von Neigung und Gefälle in Abwasserkanälen.
Mit dem LPMH Messsystem kann nach dem endgültigen Einbau und bei geschlossenem Rohrgraben
auf einfache Weise der genaue Tiefenverlauf und die Neigung eines erdverlegten Rohres vermessen und dargestellt werden.
Da alle Messungen jederzeit punktgenau wiederholbar sind, lassen sich Veränderungen eines Rohrverlaufes
durch äußere Einwirkungen (z.B. Erdsetzungen, Verkehrsbelastungen, Erdbeben, Rutschungen etc.) genau feststellen
und fortlaufend dokumentieren.
In der grafischen Darstellung wird das Setzungsverhalten einer Rohrleitung in 3 Messungen
in verschiedenen zeitlichen Abständen (überproportional vergrößerter Höhen-Maßstab) dargestellt.
Beispiele aus der Praxis
| Deponien: Messdatenauswertung über das Setzungsverhalten in Millimeter plus Temperaturprotokolle
| Bahn:
Über ein Indikatorrohr kann mit dem LPMH Messsystem das Ausmaß von Erdsetzungen beobachtet
und beurteilt werden (ICE Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Brandenburg)
Bisher konnten Rohrleitungen und Kanäle nur qualitativ inspiziert werden.
Mit dem Deformations- und Kalibermeßgerät DKM 150 steht ein Instrument zur Verfügung,
mit dessen Hilfe separat oder während der TV-Inspektion der Durchmesser eines Rohres
kostengünstig durch ein robustes mechanisches Abtastverfahren vermessen werden kann.
Beispiel
Anhand des Messprotokolls (Hardcopy Messung) kann eine Zustandsbestimmung erfolgen.
| Messbereich 130 mm bis 430 mm
| Datenlogger zur Speicherung von 1500 m Mess-Strecke
| Robuste Technik - einfache Handhabung
| Optionen zur Auswertung und Verwaltung der Messwerte
| Kalibermessung für Rohre aller Art
| Deformationsmessung an Kunststoffrohren nach DIN 4033
| Qualitätsnachweis nach Sanierung
Rohrleitungen zu orten wird oft notwendig, wenn Pläne ungenau sind oder ganz fehlen.
Mit speziellen Leitungsortungsverfahren ist es möglich,
sowohl metallische als auch nichtmetallische Leitungen zuverlässig zu orten.
Fallschirm-Injektionsverfahren
Mit diesem Verfahren für nichtmetallische Rohrleitungen wird über eine Anbohrschelle ein Fallschirm unter Druck
in die zu ortende Leitung eingebracht. Mit Hilfe der Fließbewegung des Wassers entfaltet sich dieser
und zieht durch eine spezielle Vorrichtung ein Ortungsstahlseil nach sich.
Nach Erreichung der gewünschten Einspüllänge wird der Fallschirm umgeklappt
und kann nach vollzogener Ortungsmessung im Normalbetriebszustand vollständig aus der Leitung entfernt werden.
Das zur Ortung eingeführte Stahlseil wird mit einem elektrischen Signal beaufschlagt.
Dieses Verfahren eignet sich für Leitungslängen bis 2.000lfm.
Längere Strecken werden in Teilabschnitte unterteilt.
Die Leitung wird ca. alle 10 Meter auf Lage und Tiefe geortet,
die Daten werden protokolliert und können vom Vermessungsbüro ins Planwerk übernommen werden.
Wenn bei Kanalpumpendruckleitungen Lecks entstehen, ist rasches Handeln angeraten.
Je nach Bedarf und den örtlichen Gegebenheiten angepasst, müssen die optimalen Messverfahren ausgewählt werden.
Fragen Sie uns danach.
Reinigung von Abwasserdruckleitungen mittels
Luft - Wasser - Spülung
Die Luft - Wasserspülung ist eine vorsorgliche Reinigung von Abwasserleitungen bis zu DN400.
Sedimente wie Sand, Schotter, Schlamm und andere Ablagerungen werden gelöst und aus der Anlage entfernt.
Damit beugt man Verstopfungen vor.
Die Luft-Wasser-Spülung ist eine einfache und sehr effektive Methode für die Rohrreinigung
und kann praktisch überall durchgeführt werden, wichtig gerade bei Druckleitungen, die oft nur wenige Wartungsöffnungen besitzen.
Sie erfordert keinebaulichen Maßnahmen, verbessert die Funktionvon Ventilen,
entlastet die Pumpen
und senkt dadurch die Energiekosten.
Mögliche Reste wie z.B. Fette werden im Anschluß chemisch entfernt.
Video Luft - Wasser - Spülung
Vorteile der Luft-Wasser-Spülung
| Einsatzbereich bis DN 400
| Ohne Aufgrabungsarbeiten
| Einfache und effektive Methode
| Verbesserung der Funktion von Ventilen
| Gutes Kosten - Nutzen - Verhältnis
| Erhebliche Energiekostenersparnis
Das Molchen von Leitungen ist ein altbewährtes aber aufwändiges Verfahren, bei dem das Risiko besteht,
dass ein eingebrachter Molch in der Leitung stecken bleibt.
Daher wird heutzutage praktisch nurmehr im Rahmen von Druckprüfungen gemolcht,
um Restluft aus den Leitungen herauszudrängen oder um neue Leitungen zu desinfizieren.
Molchtypen
Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Molchen in unterschiedlichen Härten
Innerhalb jeder Gruppe unterteilen sie sich in ca. 15 verschieden Typen je nach Anwendungsbereich.
Ein Molch darf maximal 5% größer sein als das zu reinigende Rohr und wird mit dem Wasser,
das in der Leitung fließt, mitgeschoben.
Molchen Vorgehensweise
Nach der Einführung über die Schleuse wird der Molch mit dem Eigendruck der Rohrleitung durch die Leitung weiterbefördert und muss am Ende der Reinigungsstrecke wieder aus der Leitung entfernt werden. Durch die spezielle Materialkonfiguration dieser Molche stellen auch Ventile und 90°-Bögen kein unüberwindbares Hindernis dar. Zu beachten ist aber, dass bei starken Ablagerungen sich diese vor dem Molch häufen und die Gefahr besteht, dass der Molch stecken bleibt.
T- Stücke oder 90° Bögen sind für Molche kein Problem, sogar längere Leitungsstrecken
können mit Molchen gereinigt werden.
Ein Molchreinigungsvorgang dauert jedoch relativ lange, da die Geschwindigkeit nur 0,5 – 1,0 m/s beträgt.
Molche für PVC und Kunststoffleitungen
| SW = swab, Schaumgummi polyesterbeschichtet, sehr weicher Molch
| DF = dura-form Schaumgummi polyurethanbeschichtet, mittel bis harter Molch
| XX = criss-cross Polyurethanplastik mit DF
| SH = geteilter DF
Molche für Stahl- und Gussleitungen
| WB = wire-brush XX mit integriertem Stahlkern
| St = stud-big XX mit integriertem Stahlhaken
| Andere wie PVC- und Kunststoffleitungen